Die ultimativen Tipps für finanzielle Unabhängigkeit

Ich bin geizig. Inzwischen steh ich dazu und bin sogar stolz darauf. Denn ich unterscheide mich von vielen anderen. Im Gegensatz zu denen, die mir früher immer vorgeworfen haben, ich wäre geizig, lebe ich inzwischen in einem schönen Haus, mit einem schönen Pool, schreibe diesen Artikel an meinem neuen Tablet mit der dazugehörigen Tastatur. Und wenn ich will, kann ich mir jederzeit eine Urlaubsreise in die Karibik buchen. Und zwar ohne Kredit. So absurd es klingt, ich bin jemand, der extrem aufs Geld schaut. Ich bin jemand, der verzichtet, der sich überlegt: Ist es mir wert, 1,50 Euro für eine Kugel Eis auszugeben? Soll ich mir ein neues Handy kaufen, nachdem meines jetzt schon 5 Jahre auf dem Buckel hat? Ich kaufe bewusst das, was ich wirklich will und nicht das, von dem ich nur denke, dass ich es brauche.

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich das mache mit dem Sparen. Wie ich es schaffe, mit Geld so gut umzugehen. Im Grunde ist es ganz einfach. Man muss sich nur darauf einlassen.

Punkt 1: Geld ist dein Freund.

Sehe Geld nicht als etwas Schlechtes an, das nur Gier verursacht und den Charakter verdirbt. Denn das ist Schwachsinn. Je mehr Geld du hast, desto freier lebst du, weil es deinen Handlungsspielraum vergrößert. Mit Geld kannst du dir Klamotten, Autos, Seminare, Kinobesuche usw. leisten. Geld ist was tolles, je mehr du davon hast, desto freier lebst du.

Punkt 2: Hör auf, Ausreden zu finden.

Gib nicht die Schuld den Umständen. Von wegen: Ich verdiene zu schlecht … Wenn ich mehr verdienen würde, könnte ich auch was sparen … Ich will mir auch was leisten können und nicht nur verzichten … Ich müsste härter arbeiten, um reicher zu werden.
Bitte werfe diese Glaubenssätze über Board. Alle! Es gibt etliche Maßnahmen, die jeder durchführen kann. Auch wenn du nur 400 Euro im Monat zur Verfügung hast, kannst du dir ein schönes Leben ersparen.

Eines solltest du wissen: Solange du das Geld ausgibst, das dir zur Verfügung steht, wirst du nicht reicher. Das ist etwas, wo du umdenken lernen solltest, wenn du wirklich reich werden willst. Ich zeige dir, wie du das machst.

Punkt 3: Gebe immer weniger aus, als du verdienst.

Spare mindestens 50% deines Geldes, das dir im Monat zur Verfügung steht. Mach diese Regel zu einem „Ich will es so“ und nicht zu einem „Ich muss“. Denn das ist ganz wichtig: Du musst es wollen!

Am besten gewöhnst du dir an, mit Budgets einzukaufen. Setze dir jeweils ein Limit für Weggehen, Einkaufen und Lifestyle. Ein Limit, das du auf keinen Fall überschreiten darfst. Wenn du dich der Herausforderung gewachsen fühlst, dann widerstehe der Versuchung, dieses gesetzte Limit bis auf den Cent auszureizen. Wenn du am Ende sogar drunter bleibst, hast du allen Grund, stolz auf dich zu sein.

Punkt 4: Sparen fängt im Kleinen an.

Es geht nicht nur darum, dass Kleinvieh auch Mist macht, sondern vielmehr um die Sparmentalität, die du dadurch lernst. Wenn du im Kleinen sparen kannst, kannst du es auch im Großen. Mal eben eine Kugel Eis beim Spaziergang, noch schnell an der Kasse zu einem Päckchen Kaugummi gegriffen. Kostet ja nicht viel.

Hast du eine Ahnung, wie schnell sich so was summiert? Ich will nicht verzichten, wirst du jetzt sagen. Glaub mir, spätestens, wenn du ein paar Tausend Euro auf der hohen Kante hast, und im Sparmodus unterwegs bist, wirst du den Verzicht belächeln. Denn dann weißt du, dass es viel wertvoller ist, sich sorgenfrei durchs Leben zu bewegen.

Wenn du es dir erst mal zur Angewohnheit gemacht hast, mehr zur Seite zu schaffen, als du ausgibst, fällt eine Kugel Eis nicht mehr ins Gewicht. Nur wirst du sie dann mit Sicherheit mehr genießen.

Du wirst staunen, wie befriedigend es ist, wenn sich das Geld auf deinem Konto ansammelt und du dabei zusehen kannst, wie es sich vermehrt. Du wirst dich stolz fühlen, weil du was geleistet hast und endlich zu denen gehörst, die wissen, wie man unabhängig leben kann.

Punkt 5: Setze leben nicht mit konsumieren gleich.

Gehörst du auch zu den Menschen, die glauben, nur indem sie konsumieren, leben sie ihr Leben in vollen Zügen? Fataler Denkfehler würd ich sagen. Leben heißt, glücklich zu sein, und zwar nicht nur in dem Moment, wenn ein neues Versandpäckchen vom Postboten übergeben wird. Denn zwei Wochen später sind die meisten Konsumartikel raus geworfenes Geld; von Glück keine Spur mehr.

Also hör auf, dich zu belohnen, indem du dir was kaufst. Belohn dich lieber erst dann, wenn du einen angesparten Betrag auf dem Konto hast. Dann darfst du was davon abschöpfen, um dir was Schönes zu kaufen. Und damit mein ich nicht nur die eine Kugel Eis.

Punkt 6: Kontrolliere dein Konsumverhalten

Sparen sollte dir in Fleisch und Blut übergehen. Gib dein Geld bewusster(!) aus. Kaufe lieber bei Discountern ein, statt in hochpreisigen Supermärkten. Wenn du dein Fleisch lieber vom Metzger beziehst – meinetwegen.

Vermeide Markenartikel. Produkte lassen sich am besten über Emotionen verkaufen. Das wissen die Markenhersteller und investieren ein riesen Budget in Werbung, um dir diese Bedürfnisse aufs Auge zu drücken. Sie wollen dir das Gefühl geben, du hättest ein besseres Leben, wenn du ihre Produkte kaufst. Glaubst du das wirklich? Was für ein Mensch du bist, liegt an dir, nicht am Produkt, das du trägst oder isst.

Vergleiche und suche nach Alternativen. Setz auch deine Versicherungen auf den Prüfstand. Sei vorsichtig bei Maklern, die bringen dich zu der Versicherung, die ihnen die meiste Provision zahlt. Geh lieber zu einem komplett unabhängigen Finanzberater.

Punkt 7: Kaufe niemals etwas auf Kredit oder Ratenzahlung.

Wenn du das Geld dafür nicht hast, dann kannst du es dir nicht leisten. Punkt.
Zumindest noch nicht leisten. Denn sobald du mit dem Sparen dick im Geschäft bist, wird sich das ändern.
Am liebsten würde ich diesen Punkt dick und fett unterstreichen. Es ist traurig mit anzusehen, wie sich unsere Gesellschaft zunehmend verschuldet. Die Banken lachen sich ins Fäustchen, bieten Kredite zu Traumkonditionen an – wenn ich nicht lache. Die Folge: In absehbarer Zeit gibt es nur noch Arm und Reich. Jetzt frag dich mal ernsthaft: Zu welcher Gruppe möchtest du gehören?

Punkt 8: Führe Haushaltsbuch

Sehr wichtig, vor allem am Anfang deiner Sparkarriere: Behalte stets den Überblick über dein Geld. Auf Rioplano findest du übrigens kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken. Natürlich kannst du dir auch eine Excel-Tabelle anlegen, die dir ausrechnet, wieviel Geld du jeden Monat mehr hast.

Zahle Rechnungen sofort. Warte nicht erst, bis Mahngebühren dein Erspartes schmälern. Lasse nicht zu, dass dein Geld durch Faulheit oder Nachlässigkeit an andere geht. Jeder Cent ist kostbar.

Punkt 9: Setz dir Ziele.

Setze dir ein Ziel, wie viel du im ersten Step an Vermögen erreichen willst. Und zwar realistisch gesehen. Wenn du 1.500 Euro im Monat verdienst, wäre ein Ziel von 7.000 Euro Sparsumme im Jahr realistisch. Wenn du 250 Euro im Monat zur freien Verfügung hast, wären 1.500 Euro im Jahr möglich.

Dasselbe gilt auch für Anschaffungen. Wie viel musst du haben, bis du es dir kaufen darfst. Setze dir ein Ziel.

Denn vergiss nicht: Du bist der, der die Kontrolle über dein Leben haben sollte, nicht die Markenindustrie, nicht die Kreditinstitute und nicht die ungünstigen Umstände.

Punkt 10: Denke dich reich.

Wenn du die oben genannten Punkte intus hast, fehlt nur noch dieser: Denke dich reich.
Der Gedanke, dass du Geld besitzt, wird dazu führen, dass du es bald wirklich hast. Der Gedanke, dass es sich vermehrt, führt dazu, dass es sich vermehrt. Und warum? Weil du automatisch auf dein Geld achtest, wenn du so denkst.

 

2 Responses to Spar dich reich!

  1. Thomas sagt:

    Toller Artikel mit ganz wichtigen Tipps. Vielleicht bringt das einige endlich einmal zum Nachdenken, denn viele habe den Umgang mit Geld leider immer noch nicht gelernt.

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