Glaubenssätze sind subjektive Wahrheiten, von denen wir nur glauben, dass sie wahr sind.
Alles was wir erleben, vergessen wir zwar mit der Zeit, die damit verbundenen Emotionen speichert unser Gehirn jedoch als Glaubenssatz ab. Sobald wir eine derartige Situation ein weiteres Mal erleben, folgt unser Gehirn dem gespeicherten Glaubenssatz und gelangt zur damals gespeicherten Emotion. Wenn wir als Kind z. B. schlecht im Rechnen waren, glauben wir auch Jahre später noch, dass wir im Rechnen schwach sind. Wie einfach es sein kann, solche Glaubenssätze umzukehren, zeige ich weiter unten.

Nicht nur Erlebtes, sondern auch Vertrauenspersonen schaffen es, uns Glaubenssätze aufzuerlegen.
Menschen denen wir vertrauen, weil sie z. B. einen höheren Bildungsstand haben oder weil sie unsere wohlwollenden Eltern sind, glauben wir das Gesagte.
Dass gebildete Menschen sich auch irren können, im schlimmsten Fall sogar mit dem Gesagten eigennützige Ziele verfolgt oder ganz einfach so wie alle anderen Menschen selbst Glaubenssätzen unterliegen, blenden wir aus, weil wiederrum unser Glaubenssatz, den wir diesen Menschen gegenüber einmal manifestiert haben, blindes Vertrauen erlaubt.
Wem oder was wir Glauben schenken liegt entweder an persönlichen Erfahrungen oder an dem was uns die Gesellschaft seit jeher weis macht. Wie wahr die Glaubenssätze jedes einzelnen sind liegt allein im Auge des Betrachters.
Würde es keine oder nur gute Glaubenssätze geben, wären die Menschen vermutlich frei von Vorurteilen, Ängsten, Sorgen, Wut, Hass und Unzufriedenheit.

So manifestieren sich Glaubenssätze

Glaubenssätze können uns daran hindern, großes zu vollbringen.
Ein Glaubenssatz, den wir uns selbst auferlegen, erfolgt nach folgendem Schema:

1. Unser Glaube setzt unser Potenzial frei
2. Das Potenzial legt fest, welche Aktion wir durchführen
3. Die Aktion führt zu einem Resultat
4. Das Resultat bestärkt unseren Glauben

Und nun anhand eines Beispiels:

Negativer Glaubenssatz (so festigt er sich):
1. Ich glaube dass ich dumm bin, deshalb werde ich die Rechenaufgabe nicht lösen können
2. Ich strenge mich kurz an, um guten Willen zu zeigen und merke, mein Hirn sieht einfach schwarz
3. Ich habe es nicht geschafft
4. Ich bin dumm, ich kann es nicht lösen

Positiver Glaube (so kehrst du den Negativen in einen Positiven um):
1. Ich ich werde es schaffen, die Rechenaufgabe zu lösen
2. Ich strenge mich an und ziehe alles mögliche zu Rate und Hilfe, um es auszurechnen
3. Ich habe es geschafft
4. Ich bin clever, ich kann es lösen

Nur leider denken viele Menschen, sie könnten nicht von heute auf morgen „positiv“ denken. Ja, richtig, auch das ist ein negativer Glaubenssatz, der sich festgesetzt hat. Nach dem Motto: Was ich nicht selbst erlebt habe, glaube ich nicht. Vielleicht wird es einfach Zeit, dass du dich auf das Experiment einlässt. Beginne doch erstmal mit etwas Kleinem. Etwas was du dich bisher nur noch nicht getraut hast, obwohl es doch nur Überwindung gekostet hat. Z.B. der Sprung vom 5-Meter-Turm. Glaub einfach, dass du es schaffst und freue dich auf das Gefühl, wenn du mit einem breiten Grinsen wieder zum Beckenrand schwimmst.

Es ist egal, wie du es schaffst, es zählt nur, dass du es schaffst. Solange der Glaube und die Gewissheit da sind, findet sich ein Weg.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Set your Twitter account name in your settings to use the TwitterBar Section.